Die Homöopathie - ein Naturheilverfahren

Homöopathie

Die Homöopathie erfreut sich in der heutigen Zeit immer größerer Beliebtheit, doch was ist Homöopathie?

Die Homöopathie ist eine Art der Naturheilkunde, welche aber von der Pflanzenheilkunde abgegenzt werden sollte.

Der Begriff Homöopathie kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "ähnliches Leiden". In der Homöopathie werden Krankheiten und Beschwerden mit Naturstoffen und Substanzen behandelt, die in hoher Dosierung eine ähnliche Krankheit verursachen würden. Durch diese Stoffe werden die körpereigenen Abwehrkräfte stimuliert und so kann die Heilung des Körpers unterstützt werden. 

Ähnliches soll mit Ähnlichem bekämpft werden!

 >>Similia similibus curantur<<

Eines der drei Grundprinzipien der Homöopathie ist die Ähnlichkeitsregel: Symptome werden mit Mittel bekämpft, die die Eigenschaft besitzen müssen, bei gesunden Menschen das gleiche Symptombild hervorzurufen. So wird z.B. bei Fieberzuständen wilder Jasmin in kleinen Mengen verabreicht, da dieser beim gesunden Menschen genau dieses auslösen würde. Diese homöopathischen Mittel müssen nicht nur ähnlich sein, sondern auch eine stärkere Kraft besitzen und dies erhält man durch das sogenannte "Potenzieren"

Potenzierung

Unter Potenzierung versteht man Verarbeitung von Arzneisubstanzen. Sie werden verrieben, verschüttelt und verdünnt. Nach der Hypothese von Hahnemann sind es nicht die Stoffe die heilen, sondern die spezielle Methode der Potenzierung durch Reiben, Verschütteln und Verdünnen, die heilende Kräfte hervorrufen.

Um homöopathische Arzneimittel herzustellen werden Substanzen aus der Natur von Pflanzen, Tieren und Mineralien genommen. Die Mittel sind mit Buchsstaben versehen (C,D,Q) die Aussagen in welchem Verhältnis die Mittel hergestellt sind:

  • D-Potenzen 1:10
  • C-Potenzen 1:100
  • Q-Potenzen 1:50000

Als Beispiel: ein C200 hat 200 Verdünnungschritte hinter sich, wobei bei jedem Verdünnungsschritt ein Teil der Lösung wiederrum mit 99 Teilen Alkohol verdünnt wird und mit zehn kräftigen Schlägen verschüttelt wird. Diese Art der Vermischung soll die Wirkung stark erhöhen ("Potenzieren").

Die häufigste Darreichungsform der homöopathischen Mittel ist als Globuli. Dies sind kleine Milchzuckerkügelchen die den Wirkstoff enthalten. Der Patient sollte diese einnehmen und im Mund zergehen lassen, damit die Wirkstoffe direkt über die Schleimhäute im Rachenraum in die Blutbahn gelangen können.

Homöopathische Mittel gibt es aber auch in anderen Formen wie Tabletten, Zäpfchen oder Tropfen. 

Die Anwendung

Homöopathie ist kein Allheilmittel - dies sollte jedem Anwender bewusst sein. Das Prinzip der Homöopathie beruht auf der Selbstheilung; ist diese gestört oder gehemmt kann auch die Homöopathie ihre Kräfte nicht entwickeln.

Die Anwendungsgebiete für homöopathische Mittel sind alle Krankheiten, die die Selbstheilung zulassen und bei der noch keine organischen Schäden aufgetreten sind.

Anwendungsbeispiele hierfür sind:

  • Reizdarm
  • Migräne
  • Menstruationsbeschwerden
  • Blutdruck
  • Allergien
  • Lebensmittelunverträglichkeit
  • Hautausschläge / Hautleiden
  • Chronische Infektanfälligkeit
  • Akute Infekte
  • Psychosomatische Störungen
  • Depressionen
  • Angstzustände
  • Gynäkologische Beschwerden
  • Rheumatische Beschwerden

 

Homöopathie

Homöopathie Nebenwirkungen und GegenanzeigenNebenwirkungen und Gegenanzeigen

Bei der Einnahme homöopatischer Mitteln kann sich der Zustand erst einmal verschlimmern. Diese Erstverschlimmerung ist zwar für die Patienten sehr unangenehm, zeigt jedoch, dass das richtige Mittel gefunden und der Heilungsprozess in Gang gesetzt wurde.

Treten nach einer langen Einnahme des Mittels verstärkt Symptome auf, muss das Mittel unbedingt abgesetzt werden.

Bei homöopathischen Mitteln, die Quecksilber, Arsen u.ä. enthalten, sollte man mit äußerster Vorsicht vorgehen und längere Einnahmeperioden vermeiden!