Clotrimazol
Was ist Clotrimazol?
Clotrimazol ist ein Arzneistoff, der gegen Pilzinfektionen (Mykosen) der Haut angewendet wird. Zu den häufigsten dieser Pilzinfektionen gehören der Fußpilz sowie der Scheidenpilz.
Clotrimazol wurde Ende der 1960er Jahre von der Bayer AG entwickelt. Es wurde 1973 erstmals in Deutschland unter dem Markennamen Canesten® zugelassen. Clotrimazol gehört zu den nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten und ist als Generikum von verschiedenen Herstellern erhältlich. Neben dem bekanntesten Medikament Canesten kommt Clotrimazol auch in den Medikamenten Antifungol von Hexal zur Anwendung.
Wirkung und Anwendung von Clotrimazol
Clotrimazol wirkt gleichermaßen gegen die drei Hauptgruppen der an Hautmykosen beteiligten Pilze –Fadenpilze, Hefepilze sowie Schimmelpilze. Clotrimazol hemmt die Bildung der schützenden Außenhülle der Pilze und verhindert dadurch ihre weitere Vermehrung. Zu den bekanntesten Anwendungen gehört die Behandlung der Pilzinfektionen Fußpilz und Scheidenpilz.
Weiteres Einsatzgebiet von Clotrimazol ist beispielsweise die Pilzinfektion Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor). Aufgrund seiner antibakteriellen Wirksamkeit ist Clotrimazol auch zur Behandlung der Pilzinfektion Erythrasma geeignet.
Die am häufigsten verwendeten Arzneiformen für Clotrimazol sind Salben und Tinkturen als Sprays oder Lösungen. Bei Scheidenpilz kommen zusätzlich Vaginaltabletten und Scheidenzäpfchen zum Einsatz. Canesten beispielsweise wird in allen genannten Arzneiformen angeboten. Eine Anwendung von Clotrimazol in Form eines Puders kann die Behandlung bei Pilzinfektionen in bestimmten Bereichen unterstützen, da die trocknende Wirkung des Puders dem von Pilzen bevorzugtem feuchten Milieu entgegenwirkt. Die Häufigkeit der Anwendung hängt vom Schweregrad der Pilzinfektion ab und sollte in jedem Fall mit einem Arzt abgestimmt werden. In der Regel beträgt die Häufigkeit ein- bis dreimal täglich. Eine Behandlung mit Clotrimazol dauert bis zum Ende der Pilzinfektion im Regelfall zwei bis vier Wochen. Nach dem Abklingen der Symptome ist eine weitere Behandlung für ein bis zwei Wochen ratsam.
Die Nebenwirkungen von Clotrimazol
Als gelegentliche Nebenwirkungen können vorübergehende Hautrötung, Juckreiz, Brennen, Stechen sowie Hautaustrocknung auftreten. Generell sollte Clotrimazol nicht auf offene Wunden aufgetragen werden. Clotrimazol gilt als Mittel der Wahl zur Behandlung von Pilzinfektionen während und nach der Schwangerschaft. Im ersten Drittel einer Schwangerschaft sollte die Anwendung generell und besonders im vaginalen Bereich gegen Scheidenpilz, vermieden werden. Während der Stillzeit sollte Clotrimazol nicht im Bereich der Brustwarzen angewendet werden.
Clotrimazol gilt in Form von Canesten oder Generika wie z.B. Fungizid Ratiopharm als das Mittel der Wahl zur Behandlung der meisten Pilzinfektionen der Haut.

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